Imkerei am Deich
Ein großes Thema ist die Varroamilbe. In den 80er Jahren aus Südostasien einge- schleppt, richtet sie seitdem viel Schaden in den Bienenvölkern an, da die europäische Honigbiene bislang kaum Resistenzen entgegenzusetzen hat.     So ist man als Imker verpflichtet, im Sinne der     Bienengesundheit Maßnahmen zu ergreifen,     wobei die Qualität des Honigs nicht beeinträchtigt     werden darf. In Trachtzeiten wird die Varroapopulation biomechanisch durch die Entnahme ver- deckelter Drohnenbrut niedrig gehalten, erst nach der Honigernte gehen wir bio- chemisch vor. Die Medikamente, angewandt nach den Empfehlungen der Arbeitsgruppe der deutschen Institute für Bienenforschung, helfen sehr wirksam, die Bienen stark und gesund zu erhalten.     In ausgesuchten Völkern werden in unserer Imkerei seit 2018 versuchsweise Bücherskorpione zur Varroabekämpfung eingesetzt. Hier wird komplett auf Varroa- medikamente verzichtet. Die mit den Bienen in Symbiose lebenden Nützlinge sorgen auf natürlichem Wege für eine Dezimierung der Milbe. Zusätzlich haben wir neue Völker an- geschafft, die aus einer Zuchtlinie stammen, die den Putztrieb der Bienen im Fokus hat. Hier schaffen es die Bienen aus eigener Kraft, mit Varroa befallene Brutzellen zu finden und auszuräumen.